Als Existenzgründer gilt es vieles zu beachten, zwei Punkte werden bei der Konzeption der Selbständigkeit gerne verdrängt.

  • Was passiert, wenn man als Existenzgründer scheitert?
  • In welchem sozialen Netz wird man aufgefangen?

 

Die Euphorie der Idee zur Selbständigkeit, die Hoffnung durch einen gewagten Schritt der Lösung aktueller Probleme näher zu kommen, lässt diese Fragen nur ungern zu, trotzdem, wenn man verantwortlich für sich und die Familie eine eigene, selbständige Existenz aufbauen will, muss man sich hierüber Gedanken machen.

Dieser Gedanke führt hin zu einer langfristig angelegten Strategie einer sozial abgesicherten Existenzgründung, ohne hohe Verschuldung und bei gleichzeitiger Absicherung durch die Arbeitslosenversicherung.

 

Jeder Selbständige, Freelancer, Freiberufler und Unternehmensgründer benötigt neben der Geschäftsidee von Anfang an Abnehmer, Interessenten, sprich in irgendeiner Weise Kunden für seine Dienstleistungen oder Produkte. Die Zeit zum Aufbau eines Kundenstammes ist mehr oder weniger lang und verschlingt sehr viel Geld und Zeit. Der Aufwand (Zeit und Geld) für die Akquisition von Kunden, wohlbemerkt Neukunden, ist die grundlegende Investition einer jeden Unternehmung. Von der Möglichkeit Neukunden zu gewinnen, hängt der kurz-, mittel-, als auch langfristige Erfolg oder das Scheitern einer Existenzgründung ab. Für möglicherweise ein bis zwei Jahre nach Gründung bleibt es ungewiss, ob diese Investition in die Akquisitionsphase erfolgreich zurückfließen wird. Die Höhe der Akquisitionskosten mag von Selbständigkeit zu Selbständigkeit unterschiedlich hoch sein. Eins bleibt!. Zusätzlich entstehen nicht geringe Kosten für die Vorfinanzierung des eigenen oder familiären Lebensunterhalts. Ohne Rücklagen entsteht leicht ein Kreditbedarf zwischen 15 - 25.000 Euro im Jahr für die Abdeckung der Lebenshaltungskosten und die Krankenversicherung und zwar neben den Kosten für die eigentliche Unternehmung.


Die Fragen lauten:

Wie kann man sukzessive sein "Unternehmen" aufbauen, sprich Kunden gewinnen, bei gleichzeitiger sozialer Absicherung der Lebenshaltung für die Zeit ohne gewinnbringende Einnahmen?


Es sollte doch für einen ohnehin Arbeitslosen, welcher sich parallel selbständig macht, möglich sein, sich durch die fortlaufende Arbeitslosenunterstützung (und nicht etwa durch einen kurzfristigen Gründungszuschuss) regelmässige Einkünfte für einen bescheidenen Lebensunterhalt und die Krankenversicherung sichern. Die frühere ICH-AG, als Konzept der Hartz-Kommission, war, neben dem Überbrückungsgeld und dem hier dargestellten Ansatz der nebenberuflichen Existenzgründung für Arbeitslose, als dritte Alternative entstanden und wurde vor über vierzehn Jahren (zum 01. Juli 2006) eingestellt. Die Ich AG täuschte ebenso über das Risiko einer Existenzgründung hinweg und verschleierte den gangbaren, praktischeren Weg der nebenberuflichen Existenzgründung, mit gleichzeitigem Bezug von Arbeitslosengeld, hin zu einem allmählichen Aufbau einer tragfähigen Selbständigkeit.


Was muss nun unternommen werden, damit ich mir als frischer Existenzgründer diese notwendigen Mittel zum Leben nicht zusätzlich zu meiner anfänglich ertragslosen Startphase meiner Existenzgründung vorfinanzieren muss?

An dieser Stelle und in der "Infoschrift zur sicheren Existenzgründung" wird über die Möglichkeiten der Finanzierung, bzw. Absicherung eines Mindesteinkommens durch die Arbeitslosenversicherung, welche jedem Existenzgründer (unabhängig vom Gründungszuschuss) zustehen, informiert. Bei Anwendung dieser Informationen können Einnahmen für investive Ausgaben bei der Existenzgründung eingesetzt werden. Die aufgrund sozialer Not ansonsten übliche Kapitalentnahme aus vermeintlichen Überschüssen (die sonst für Investitionen zur Verfügung stünden) oder die Verschuldung für den Lebensunterhalt, kann vermieden werden.

  • Durch eine speziell strukturierte Aufbauphase ist eine im Sinne der sozialen Absicherung risikolose Existenzgründung möglich, auf die man erst einmal kommen muss, da niemand konkret auf die Möglichkeit hinweist.
     

  • Die Gefahren des Verlustes der sozialen Absicherung aus die Arbeitslosenversicherung werden in der Infoschrift aufgezeigt, und wie dem begegnet werden kann.
     

  • Zudem werden beachtenswerte Möglichkeiten und persönliche Gestaltungsspielräume des sozialen Netzes, zur Verhinderung persönlicher Not, konzeptionell dargelegt und beispielhaft zur Übertragung auf die eigene Situation erläutert.

Diese wichtigen Informationen sind insbesondere für diejenigen Existenzgründer geeignet, die sich mit dem Gedanken beschäftigen, sich aus der Arbeitslosigkeit heraus eine eigene Existenz aufzubauen und daher nur geringes oder kein Eigenkapital zur Überbrückung der ersten ein zwei Jahre der Gründung haben. Zusätzlich werden in der Infochrift wertvolle Anregungen und Überlegungen dargestellt, die für jede Existenzgründung gelten (ausgenommen diejenigen Gründer, die sofort mit großzügigem Eigenkapital oder Kreditlinie der Banken ins volle Risiko gehen wollen!). In der vielfältigen Literatur zur Existenzgründung werden diese Informationen und daraus resultierenden Ratschläge gar nicht behandelt.

Warum einen Gründungszuschuss oder Einstiegsgeld der Agentur für Arbeit / Jobcenter für eine Existenzgründung beantragen, wenn es auch anders geht!

Die Arbeitsämter boten vor einigen Jahren in der Regel schnell an den Gründungszuschuss anstelle von Arbeitslosengeld an. Bis zu 150.000 Arbeitslose gingen jährlich diesen Weg und wagten die Selbständigkeit. Aktuell sieht dies anders aus! Es findet eine restriktive Vergabe der Mittel statt, mit entsprechend aufwändigen Antragsverfahren. So haben in den letzten Jahren jährlich nur zwischen 25-30.000 Gründer überhaupt eine Förderung unabhängig vom Arbeitslosengeld erhalten.

 

Kaum bekannt und doch wahr! Es ist rechtens, arbeitslos gemeldet zu sein und zu bleiben, wenn man eine Existenz gründet oder eine bestehende Selbständigkeit kurzfristig keine oder zu geringe Erträge erwirtschaftet oder sich eine tragfähige selbständige Vollexistenz sich nur langsam entwickeln kann. Es ist je nach den persönlichen Bedingungen ebenso möglich, für die Zeit der Arbeitslosigkeit und gleichzeitigen selbständigen Tätigkeit entsprechende Zahlungen aus der Arbeitslosenversicherung (Arbeitslosengeld, ALG I) oder ALG II zu erhalten. Auch für bereits Selbständige ist es möglich ALG II zu erhalten. Zu beachten sind lediglich die jeweils aktuellen rechtlichen Bedingungen.

Kaum einer kann sich darüber Gedanken machen, diese Instrumente möglichst erst dann in Anspruch zu nehmen, wenn bereits eine hohe Wahrscheinlichkeit besteht, dass die Gründung langfristig tragfähig ist und nicht nur die Kosten der Unternehmung selbst deckt, sondern auch die Lebenshaltung im Allgemeinen erwirtschaftet. Diese Informationen werden in keinem Seminar vermittelt. Kann der Lebensunterhalt nicht erwirtschaftet oder per Kredit finanziert werden, scheitert man normalerweise. Die Quote des Scheiterns und der Pleiten ist dementsprechend hoch. Der Countdown beträgt nur wenige Wochen, wenn die Finanzierung zusammenbricht.

Wer weiss schon, dass man als Arbeitsloser durchaus gleichzeitig und unbefristet auch ohne Gründungszuschuss (oder Einstiegsgeld) selbständig sein kann,

d.h. aktiv am Aufbau des eigenen Unternehmens arbeiten darf, ohne deswegen seine Ansprüche aus der Arbeitslosenversicherung oder ALG II zu verlieren. Eine Vorfinanzierung durch Eigenkapital oder eine Kreditfinanzierung des Lebensunterhaltes ist daher nicht zwingend notwendig. Es gibt spezielle Rahmenbedingungen über die das Arbeitsamt, selbst auf Nachfrage keine Auskunft erteilt. Die Mitarbeiter der Arbeitsämter sind auf berechtigte Fragen nicht vorbereitet und verweisen fast ausschließlich auf den aktuellen Gründungszuschuss, Vorlage Businessplan, Tragfähigkeitsprüfung etc. (früher Überbrückungsgeld und Ich-AG). Den alternativen Weg, auch ohne Businessplan etc., zeigen sie nicht auf.

 

Durch umfangreiche Recherchen können alle Tipps und "Tricks" herausgefunden werden, wenn man weiß, welche Fragestellungen überhaupt relevant sind. Die Infoschrift zur sicheren Existenzgründung erspart die Recherche. Recherche der Ansprüche, die beim bestehendem Recht nur in Anspruch genommen werden müssen!!. Z. B. selbständig sein und gleichzeitig dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen, wenn man keine Aufträge hat oder nicht weiss, wann der nächste kommt. Je nach den persönlichen Bedingungen ist es für diese Zeit möglich Arbeitslosengeld oder ALG II zu erhalten. Wie das genau geht, und warum es aus langfristiger sozial abgesicherter Sicht so wichtig ist, beschreibt die Informationsschrift ausführlich. Diese Tipps und "Tricks" aus der Infoschrift erlauben eine entspanntere Herangehensweise an eine Existenzgründung. Tricks und Tipps sind all die Informationen, die nur durch konkrete und gezielte Nachfragen von gut informierten Mitarbeitern der Arbeitsämter, preisgegeben werden.

 

Alle "Tricks" sind somit rechtens und führen nicht zum Missbrauch des sozialen Netzwerkes und schützen ggf. vor unnötiger Verschuldung und Verarmung.Es ist, und bleibt erschreckend, mit wie viel Abwertung und Aberkennung von Leistungswillen der Antragsteller seitens der Agentur für Arbeit und der Jobcenter den Existenzgründern aus der Arbeitslosigkeit oder aber den in Schwierigkeiten geratenen Selbständigen begegnet - aber da es sich um "Verwaltung von Arbeit" handelt, sollte man auch nicht zuviel an Unterstützung erwarten - es handelt sich schlichtweg nicht um deren Aufgabe, hier Wege für die erfolgreiche Selbständigkeit aufzuzeigen. Dafür sind Bücher wie die Infoschrift zur sicheren Existenzgründung notwendig. Auch diejenigen, welche unzufrieden im Job sind oder aber direkt nach der Uni sich Gedanken über die Selbständigkeit machen, profitieren von der Infoschrift, weil es einen guten Weg in die Selbständigkeit aufzeigt.

Das Institut für Urbanistik in Berlin hat die Infoschrift zur sicheren Existenzgründung daher wie folgt rezensiert: "Die entsprechende Infoschrift richtet sich an Existenzgründer und bereits Selbständige. Es werden Möglichkeiten der sukzessiven und tragfähigen Gründung, bzw. Fortsetzung der Selbständigkeit unter Zuhilfenahme der Grundsicherung (sozialen Absicherung) durch die Arbeitslosenversicherung und ALG 2, und ohne die Inanspruchnahme der Förderung nach dem Gründungszuschuss und des Einstiegsgeldes, konzeptionell und in verständlicher Sprache dargelegt" (Institut für Urbanistik).

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Infoschriften zur sicheren Existenzgründung - Soziale Sicherheit für Existenzgründer - Konzept der nebenberuflichen Existenzgründung und sozialen Sicherheit für Beschäftigte und Arbeitslose.

 

(Dipl.-Ökonom T. Brockmann, 68 S., DIN A4, 8. überarbeitete Auflage, aktueller Stand für 2020,
ISBN-13: 978-3943006025)

Das Buch kostet 39,00 Euro (inkl. MwSt.), zuzüglich Porto Euro 1,55 und wird bei Direktbestellung beim Autor auf Rechnung versandt.

 

Die Kosten sind steuerlich absetzbar und es besteht ein Widerrufsrecht von vierzehn Tagen.

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